Orchard of Life

Konzertabend in Eckernförde

Seit langer Zeit mal wieder ein, musikalisch gesehen, wunderbarer Abend.

Im Rahmen der FolkBALTICA 2007 betraten vergangenen Abend die drei Dänen "Tophøj, Hockings & Graubæk" die Bühne. Die garnicht vorhanden war, wenn ichs mir recht überlege...

Tophøj, Hockings, Graubæk - Drei junge „Himmelstürmer“ in Sachen Folk, deren Virtuosität und musikalischer Charme einfach nur Spaß macht- nicht zuletzt den drei Dänen selber. Eleganz und Dynamik mit leichten Swing- und Bluegrasseinschlag zeichnen ihre Interpretationen traditioneller Melodien und ihre eigenen Kompositionen aus.

Sie haben ein Folk-Studium an der Carl-Nielsen Akademie in Odense absolviert und dementsprechend können sie einiges aufweisen - Mal davon abgesehen das es auch drei geniale "Typen" sind, die sich gerne der Tecchnik anderer Leute bedienen...

Auf CD gepresst sind ihre Werke scheinbar noch recht rar, da nur über den Eigenverlag erhältlich. Umso mehr freu ich mich, dass ich einen Live-Mitschnitt der Veranstaltung hab. Knappe 1 1/2 Stunden positiver Stimmung. Wobei ích ja zugeben muss, dass Folk-Musik nicht unbedingt meine Stilrichtung ist... Aber man soll sich ja auch nie auf ein bestimmtes Feld festlegen sondern seinen Horizont immer wieder erweitern. Dieser Ausflug hat sich auf jedenfall gelohnt!

20.4.07 01:23, kommentieren

So ist das nunmal!

Das wütende Herz. ... kann nicht mehr warten. Wenn es brennt um uns herum und alles zerbricht und sich niemand darüber wundert, wir zusehen, uns aber nicht ansehen können, wenn trotzdem weiterhin beharrlich das Glas gehoben wird, dann bedarf es einer Ohrfeige, besser noch: eines Schlages mitten ins Gesicht. Die Welt mag sich gleichgültig drehen, ... tut es nicht. Es mag verwundern, dass da jemand sich aufregt, dass da jemand rumschreit. Jedoch ist nicht mehr die Zeit für ein wohlklingendes Wort, für Gefälligkeit oder den korrekt sitzenden Coolness-Filter. Im Gegenteil, es drängt. Es ist unangenehm und schmerzt. Weil es wahr ist. ... ist zurück als Superwaffe, als Antwort vor der Frage, als Räumungskommando, das nun im Zimmer steht oder um genau zu sein: Besitz davon ergreift.

Wie immer schont ... dabei weder sich noch die wenigen alten Maschinen, mit denen ... sich umgibt; verzerrt, übersteuert, lädt, überlädt und zündet, listet und dokumentiert unerbittlich eine verlorene Welt, zelebriert deren Untergang als ihren eigenen bis nichts mehr bleibt. Nichts mehr als der Krach, das Rauschen, der Rausch und die Stille. Und das Lachen. Bis nichts mehr da ist, nur der Rhythmus, das Tanzen und das Schreien und ein sich drehender Körper. Und doch: dieser Körper wird verteidigt.

... will nicht mehr warten, greift an und wird angreifbar und ist dabei so brutal wie verletzlich, so offen wie unmittelbar, so zärtlich und doch so unversöhnlich.



Die Frage worum, beziehungsweise um wen, es hier gehen soll ist gestattet. Wenn gleich die Antwort doch auch klar sein dürfte...

Monotekktoni ist zurück. Neues Album im Gepäck.

29.3.07 17:23, kommentieren

Hölle ohne Hintertür?

Da kennt man jemanden über ein Jahr lang, hatte regelmäßigen Kontakt zueinander, nicht mal schlechten dazu und was passiert wenn man sich "auf einmal" nicht mehr so gut versteht?

Wenn man sich begegnet tut man so als ob man sich nicht kennen würde. Total paradox. Sowas liegt mir überhaupt nicht, mach das aber trotzdem mit. Total bekloppt, so sind wir Menschen halt oder was..?

Wahrscheinlich nur damit ich meine Ruhe hab, bzw. vorgebe sie zu haben. Denn ich hab natürlich keine Ruhe, ich mag die gute Frau ja... und irgendwas an mir wird sie wohl auch mögen.

Ein gutes Beispiel des kindischen Verhaltens für Erwachsene... Man kann Dinge klären oder so tun als ob man sich nicht kennen würde. Da macht man sich es natürlich einfach, obwohl genau das bestimmt noch viel komplizierter ist. Die Mitmenschen sehen es halt nur nicht. Es ist tief in einem drin und verschafft einem Persönlichkeitsprobleme oder sowas.

Trotzdem halt ich erstmal meine Klappe. "Ist ja eh vergebens"... Dafür teile ich es hier niemandem schriftlich mit. Fürs Gefühl oder so. Bin ich hier eigentlich noch anonym...?

24.3.07 16:56, kommentieren

Playlist #20

Inara George - Turn On/Off
All Rise” - 2006 - free download on loosemusic.com


Editors - Munich
The Back Room” - 2005 - Pias Recordings (Rough Trade)


Monkeys Swallows The Universe -
Sheffield Shanty
The Bright Carvings” - 2006 - Thee SPC


Monkeys Swallows The Universe Jimmy Down The Well
The Bright Carvings” - 2006 - Thee SPC


Le Tigre My My Metrocard
Le Tigre” - 1999 - Wiiija/Beggars Group (Indigo)



Heinz Rudolf Kunze - Die Welt Ist Pop
Klare Verhältnisse” - 2007 - Ariola (Sony BMG)


Virginia Jetzt! - Bitte Bleib Nicht, Wenn Du Gehst
Land Unter” - 2007 - Vertigo Be (Universal)


Virginia Jetzt! - Mein Herz Ist Keine Wohnung
Land Unter- 2007 - Vertigo Be (Universal)

9.3.07 16:57, kommentieren

Träumen

Träumen mag eine meiner Lieblingsbeschäftigungen sein. Vielleicht ist es meistens auch kein träumen, vielmehr ein nachdenken oder ein schwelgen in Erinnerungen mit zukunftsträchtigen Gedanken.


Ich habe noch Visionen, ich habe Hoffnungen, ich habe Wünsche. Vielleicht lege ich mir gerade indirekt einen Plan zurecht, wie ich das alles am besten erfüllen könnte?


Auf jeden Fall höre ich gerade in aller Einsamkeit Blumfeld. Wenn man bei deren Musik nicht in sich geht - wann denn dann...? Es ist mehr als eine Herzensangelegenheit, die nach und nach verschwindet, weil neue elementare Dinge das Leben durcheinander bringen werden. Es ist einfach da - noch ist es ein unbestimmtes Gefühl - aber es passiert etwas.


Vielleicht trauer ich auch einfach "nur" der Trennung Blumfelds' hinterher. Mir nichts dir nichts hören sie auf. Keine neuen Texte keine neue Musik - Musiker auf die doch immer Verlass war. Da fragt man sich was nun noch kommen soll? Okay, Kante, Tocotronic u.a. - es gibt einige Bands die in ähnlichen (zumindest für mich) Gefühlswelten spielen - bleiben (wobei ich Angst habe, Kante standen schon einmal kurz vor dem Aus und die Tocos haben kein Plattenlabel mehr) und bereichern mich auch zukünftig mit toller neuer Musik aber Blumfeld gehen, nicht das dies zur Modeerscheinung wird...


Ein Titel den ich lange unterschätzt habe: "Der sich dachte"


Kommt alle her ich erzähl euch von dem der sich dachte. Sing euch sein Lied, die Geschichte und was sie ihm brachte. Über die Zeit und sein Leben und was er draus machte. Kommt alle her so hat der der sich dachte gelebt:


Er war ein Kind und die Welt voller Wunder und Frage. Er lauschte dem Wind den er bat ihm die Antwort zu sagen. Der sagte nichts und er dachte um nicht zu verzagen. Und was er sich dachte entfachte ein Feuer in ihm.


Er war noch jung, wusste wenig und nichts von der Liebe. Fühlte sich als sie kam wie ein König und dachte sie bliebe. Erst als sie fortging verstand er: es waren nur Triebe. Und als die Liebe nach der sie sich sehnten mehr war als ein Spiel.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


In der Welt herschten Hunger und Not, Unterdrückung und Kriege. Sie sollte gerecht sein, er machte sich stark für den Frieden. Er kämpfte und dachte das Gute, das müsste doch siegen. Den Hunger zu stillen und die Welt von der Not zu befreien.


So pendelte er hin und her zwischen Dichtung und Wahrheit. Er suchte für sich eine Richtung und eine Arbeit. Die brachte ihm Lohn und Verpflichtung und kaum neue Klarheit. Und manchmal dachte er ohne zu denken nur still vor sich hin.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


Er fühlte den Schmerz und er gab seinen Schmerz viele Namen. Es nützte ihm nichts er sah nur wie sie gingen und kamen. Er dachte an Gott und sein Leben, an Tod und erbarmen. Und er ließ Gott gewähren und atmete in seinen Schmerz.


Dann kam die Liebe noch mal oder so, sie erwachte. Stolz und zerbrechlich und anders als er es sich dachte. Was er auch tat es war so das es ihn glücklich machte. Und die Liebe wie er sie erlebte war mehr als ein Spiel.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


Soweit das Lied, die Geschichte von dem der sich dachte. Was er sich erträumte und tat, wie er weinte und er lachte. Auch wenn am Ende die Zeit keinen Unterschied machte So hat der der sich dachte für das was er dachte gelebt.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.

22.2.07 14:24, kommentieren

Playlist #19

R.E.M. – The One I Love
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


Barenaked Ladies – I Know
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


Bloc Party – So Here We Are
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


The Sisters Of Mercy – Temple Of Love
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


The Lemonheads – Mrs. Robinson
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


The Pogues – If I Should Fall From Grace With God
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


Killing Joke – Love Like Blood
“Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)


Wall Of Voodoo – Mexican Radio “Batschkapp – 30 Jahre Hörgenuss” – 2006 – EMM (EMI)

1 Kommentar 19.2.07 20:06, kommentieren

Die Zeit ist reif

Hi Fans, Hi Freaks! Lang, lang ist der letzte Eintrag her. Tja, solch zeitliche Lücken entstehen wenn man inmitten des Lebens steht. Es geschehen Dinge die man erstmal verarbeiten und bearbeiten muss (Ihr kennt sowas ja..). Nun denn,


ich habe mindestens ein Leben "zerstört" ohne der Zerstörer zu sein (hoffe ihr gehts gut)


ich habe Leben zum leben erweckt


ich habe Unmengen an Drogen konsumiert


ich habe gemerkt das dies der falsche Weg auf meinem Weg ist


ich habe eine stetige unkaputtbarkeit an mir entdeckt


ich habe im positiven Sinne mit Traditionen gebrochen


ich habe mich gelöst und damit kann man sagen


ich habe Menschen um mich herum glücklich gemacht die es schon lange, lange verdient hatten, durch mich glücklich zu werden


ich habe festgestellt dass ich wieder ich werde


ich habe mich getrennt (ohne eine Endgültigkeit zu vereinbaren, sowas liegt mir eh nicht)


ich habe immer ein offenes Ohr für dich


ich habe einen Traum und den werde ich mir erfüllen (man sieht sich immer zweimal im Leben)


ich habe ein Musikprojekt ins Leben gerufen und veröffentliche jenes in Zusammenarbeit mit Freunden hochoffziell


ich habe mir damit einen großen Wunsch erfüllt


ich habe mir lange genug Probleme bereitet - Luxusprobleme


ich habe das vergangene halbe Jahr nur noch Vergangenheitsbewältigung betrieben (Muss mir dass Leid tun? Ich denke nicht, es ist ausgleichende Gerechtigkeit)


ich habe einen Platz in meinem Herzen für **** reserviert, denn


ich habe sie als mein Spiegelbild erkannt, leider zu spät


ich habe mittlerweile 25 Jahre hinter mir und


ich habe noch großes vor!




Ja, man könnte meinen hier herrscht Egoismus pur! Irgendwie ist es ja auch so.


Jeder ist selbst für sich und sein Leben verantwortlich. Man sollte allerdings auch mal bedenken das man eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Menschen (gerade lieb gewonnenen) hat. Wenn man mit dieser Last allerdings nicht klar kommt, muss man sich davon lösen. Darüber wäre einem niemand böse. Doch tut man dies nicht und fügt diese(r)n Person/en immer und immer wieder Leid zu, wird es zur Farce. Vor allem aber weil man sich selbst verletzt, obwohl man dies garnicht will. Warum man sowas macht, weiß ich auch nicht. Das Leben ist halt so.


Ich kenne nun beide Seiten, die des Verletzers und die des Verletzten. Und wieder bin ich ein Stückchen schlauer geworden. Wobei ich mich schon vor der nächsten Leidensgeschichte fürchte...


Sie wird kommen so oder so. Und es ist gut so! Sind nicht gerade jene Phasen im Leben besonders prägend?


Leute, denkt nicht ich sei kompliziert. Geht offen und ehrlich auf mich zu und ihr bekommt die Leichtigkeit des Seins zu spüren. Ich bin ja kein auf Hass getrimmter Mensch, ach, dass wisst ihr ja...

18.2.07 15:42, kommentieren