Orchard of Life

Liebe

Träumen

Träumen mag eine meiner Lieblingsbeschäftigungen sein. Vielleicht ist es meistens auch kein träumen, vielmehr ein nachdenken oder ein schwelgen in Erinnerungen mit zukunftsträchtigen Gedanken.


Ich habe noch Visionen, ich habe Hoffnungen, ich habe Wünsche. Vielleicht lege ich mir gerade indirekt einen Plan zurecht, wie ich das alles am besten erfüllen könnte?


Auf jeden Fall höre ich gerade in aller Einsamkeit Blumfeld. Wenn man bei deren Musik nicht in sich geht - wann denn dann...? Es ist mehr als eine Herzensangelegenheit, die nach und nach verschwindet, weil neue elementare Dinge das Leben durcheinander bringen werden. Es ist einfach da - noch ist es ein unbestimmtes Gefühl - aber es passiert etwas.


Vielleicht trauer ich auch einfach "nur" der Trennung Blumfelds' hinterher. Mir nichts dir nichts hören sie auf. Keine neuen Texte keine neue Musik - Musiker auf die doch immer Verlass war. Da fragt man sich was nun noch kommen soll? Okay, Kante, Tocotronic u.a. - es gibt einige Bands die in ähnlichen (zumindest für mich) Gefühlswelten spielen - bleiben (wobei ich Angst habe, Kante standen schon einmal kurz vor dem Aus und die Tocos haben kein Plattenlabel mehr) und bereichern mich auch zukünftig mit toller neuer Musik aber Blumfeld gehen, nicht das dies zur Modeerscheinung wird...


Ein Titel den ich lange unterschätzt habe: "Der sich dachte"


Kommt alle her ich erzähl euch von dem der sich dachte. Sing euch sein Lied, die Geschichte und was sie ihm brachte. Über die Zeit und sein Leben und was er draus machte. Kommt alle her so hat der der sich dachte gelebt:


Er war ein Kind und die Welt voller Wunder und Frage. Er lauschte dem Wind den er bat ihm die Antwort zu sagen. Der sagte nichts und er dachte um nicht zu verzagen. Und was er sich dachte entfachte ein Feuer in ihm.


Er war noch jung, wusste wenig und nichts von der Liebe. Fühlte sich als sie kam wie ein König und dachte sie bliebe. Erst als sie fortging verstand er: es waren nur Triebe. Und als die Liebe nach der sie sich sehnten mehr war als ein Spiel.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


In der Welt herschten Hunger und Not, Unterdrückung und Kriege. Sie sollte gerecht sein, er machte sich stark für den Frieden. Er kämpfte und dachte das Gute, das müsste doch siegen. Den Hunger zu stillen und die Welt von der Not zu befreien.


So pendelte er hin und her zwischen Dichtung und Wahrheit. Er suchte für sich eine Richtung und eine Arbeit. Die brachte ihm Lohn und Verpflichtung und kaum neue Klarheit. Und manchmal dachte er ohne zu denken nur still vor sich hin.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


Er fühlte den Schmerz und er gab seinen Schmerz viele Namen. Es nützte ihm nichts er sah nur wie sie gingen und kamen. Er dachte an Gott und sein Leben, an Tod und erbarmen. Und er ließ Gott gewähren und atmete in seinen Schmerz.


Dann kam die Liebe noch mal oder so, sie erwachte. Stolz und zerbrechlich und anders als er es sich dachte. Was er auch tat es war so das es ihn glücklich machte. Und die Liebe wie er sie erlebte war mehr als ein Spiel.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.


Soweit das Lied, die Geschichte von dem der sich dachte. Was er sich erträumte und tat, wie er weinte und er lachte. Auch wenn am Ende die Zeit keinen Unterschied machte So hat der der sich dachte für das was er dachte gelebt.


Und er ging seinen Weg, nur ein Wunsch ohne Ziel. Auf dem Rücken der Zeit, mit Liebe im Gefühl. Sein Weg war mal leicht, mal schwer und Wellen tanzten über das Meer. Der der sich dachte sah den Vögeln hinterher.

22.2.07 14:24, kommentieren

Jahresabschluß

Hallo allerseits,

das Jahr 2006 neigt sich dem Ende entgegen und niemand bemerkt es. Es herrscht eine merkwürdige Stimmung, zumindest meiner Ansicht nach.

Nun denn, musikalisch hatte es in den vergangenen 12 Monaten auf jeden Fall in sich.

Meine letzte Sendung des Jahres beschäftigte sich mit den spannenden Veröffentlichungen der Bands Kante und Blumfeld. Genau so merkwürdig wie die aktuelle Stimmung erscheinen auch die beiden Alben. Wenigstens auf den ersten Blick.

Die Tiere sind unruhig verkündeten Kante. Blumfeld hatte Verbotene Früchte zu präsentieren. Wenn das nicht merkwürdig klingt weiß ich es auch nicht. Beim näheren betrachten, viel mehr zuhören - gar mitfühlen... stellt man fest wieviel Wahrheitsgehalt doch in der Musik steckt.

Herausragend! Ist das Wort welches zu erwähnen bleibt. Weitere Lobeshymnen erspare ich mir und Euch. Es gibt genug vermeintliche Musik-Experten und Kritiker die Ihre Meinung kund getan haben. Und dass, mit Recht...

Hoffen wir, das es im kommenden Jahr (musikalisch gesehen) mindestens genauso kracht wie im vergangenem. Es gilt als wahrscheinlich, das 2007 wieder eine Band aus Hamburg in der Gunst vieler Musikliebhaber ganz oben steht.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen super Start ins Jahr 2007!

Playlist

28.12.06 10:30, kommentieren

Musik und so

Die ewige Warterei verkürze ich grundsätzlich ganz gerne mal mit Musik. Nicht das ich mich als Musiker verstehen wollen würde, ich höre sie vorzugsweise lieber. Allerdings gibt es ein kleines nettes Projekt Namens Copyboy (MySpace), wo ich als „Star“ den Kopf für Dinge hinhalte, von denen ich fast nichts weiß. Zudem bin ich tatsächlich stolzer Eigentümer einer Mandoline, die ich immer noch nicht spielen kann...

Meine Playlist-Kategorie ist damit zu erklären, dass ich gelegentlich die Möglichkeit nutze und im lokalen Hörfunk meine musikalischen Interessen vertrete.

 

8.10.06 17:33, kommentieren